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Elbtonal Percussion

Rhythmusgewitter statt stumpfes Geklöppel

"Neumünster - 380 Kunsfleckenbesucher stampften am Freitag im Lokschuppen mal vor Begeisterung mit den Füßen und neigten mal fasziniert die Köpfe zur Seite, um die Klangschönheit zartester Percussionkunst zu genießen.

Das Quartett beweist seit elf Jahren, dass ansprechende Percussionmusik nichts zu tun hat mit stumpfen Geklöppel. Gegen nervenden Wiederholungsfaktor haben sich Jan-frederick Behrend, Andrej Kauffmann, Stephan Krause und wolfgang Rummel mit klangvollen Eigenkompositionen ausgerüstet, die afrikanische Klänge mit klassischer musik und Rock verbinden - oftmals angereichert mit Klangkollagen aus dem Computer.
Die Hamburger verstehen es, Erwartungen aufzubauen, aber sie auch innerhalb weniger Takte mit fantastischen 180-Grad-Kehrtwendungen wieder einzureißen, um so ihre Kompositionen in konträrste Musikwelten zu beamen. Es mischten sich fast unbemerkt dissonante Töne in den Blues, übernahmen innerhalb von wenigen Sekunden die Führung, die Daikos dröhnten - ein martialisches Rhythmusgewitter entlud sich in Sekundenschnelle über dem Publikum, um sich mit ruhigen Klängen zu verabschieden.
Zwei Zugaben entlockte das Publikum den strapazierten Musikern.

KARSTEN LENG

Holsteiner Courier, September 2007